Leitprojekt DOMINO
Entwicklung neuer Edge-KI-Lösungen für eine sichere, nachhaltige Industrie
Über das Projekt
Das Forschungsprojekt DOMINO beschäftigt sich mit der nächsten Generation industrieller KI-Anwendungen. Ziel ist es, künstliche Intelligenz direkt auf dezentralen Geräten – sogenanntes EdgeAI – sicher, energieeffizient und dauerhaft leistungsfähig einzusetzen.
Das Leitprojekt adressiert aktuelle Herausforderungen, mit denen Unternehmen beim praktischen Einsatz von KI im Alltag konfrontiert sind. Dazu zählen u.a. die Zertifizierung von KI in sicherheitskritischen Bereichen, die Überwachung der KI-Performance im operativen Betrieb oder die Einbindung von Nutzer:innen-Feedback bei der Verbesserung von KI-Entscheidungen.
Im Projekt werden Open Source Code und KI-Lösungen für Edge Devices unter Berücksichtigung des gesamten Dev-Ops Lebenszyklus eines Internet of Things (IoT) Geräts entwickelt/betrachtet.
Das Projekt soll einen wesentlichen Beitrag zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit österreichischer Industrieunternehmen im Bereich IoT und darüber hinaus leisten. Spezifische Anforderungen der österreichischen Industrie fließen direkt in die Konzeption ein.
EdgeAI im DOMINO-Projekt
Edge Computing oder die Datenverarbeitung direkt vor Ort, z.B. an Maschinen, hat gegenüber zentralisierten Cloud-Lösungen zahlreiche Vorteile: Kürzere Latenzen und Reaktionszeiten, Energieeinsparungen, besserer Schutz von Daten und geringere Kosten.
Die Umsetzung ist jedoch komplex: KI-Modelle müssen an die geringere Rechenleistung und die begrenzten Speicherressourcen der Edge-Geräte angepasst werden, im laufenden Betrieb überwacht und bei Bedarf sicher aktualisiert werden. KI-Algorithmen auf ressourcenbegrenzter Hardware laufen zu lassen erfordert tiefgreifende Expertise – insbesondere in den Bereichen Hardware-angepasster Modelloptimierung, Laufzeitcode-Generierung, Energieeffizienz, Echtzeitverarbeitung und Systemintegration.
Das Projekt DOMINO verfolgt einen ganzheitlichen Ansatz, indem es den gesamten Lebenszyklus von EdgeAI-Systemen berücksichtigt, von der Entwicklung (Dev) über den Betrieb (Ops) bis zur kontinuierlichen Aktualisierung. Die drei Hauptziele lauten:
- Entwicklung KI-optimierter Modelle für Industrieanwendungen (Bahnwesen, erneuerbare Energie, Holzindustrie)
- Überwachung der Systemleistung von KI-Komponenten unter realen Bedingungen (z.B. Staub, Wetter, Geräteverschleiß, etc.)
- Kontinuierliche Verbesserung durch Betriebsdaten und Nutzerfeedback (menschenzentrierter Ansatz)
Ziel ist es außerdem, den Entwicklungsaufwand von Edge-AI-Anwendungen für Unternehmen, insbesondere für KMU, spürbar zu reduzieren und gleichzeitig den hohen Anforderungen an Sicherheit und Nachhaltigkeit gerecht zu werden, wie sie beispielsweise im EU AI Act festgelegt sind. Durch die Entwicklung eines standardisierten Entwicklungszyklus soll zudem eine Guideline entstehen, die als Orientierung für weitere Unternehmen dienen kann, die künftig Edge-AI-Lösungen entwickeln möchten.
Fakten zum Projekt
- Laufzeit: 05/2025 – 04/2028
- Geplantes Projektvolumen: 3,4 Mio. €
- Projektkoordinator: Technische Universität Wien
- Weitere Projektpartner: Reisenbauer Solutions, Siemens AG Österreich, VRUL, Fill, Mission Embedded, Technische Universität Graz, Plattform Industrie 4.0
Aktuelles aus dem Projekt
Der Austausch mit externen Stakeholdern ist ein wichtiger Bestandteil des Leitprojekts. Über Fortschritte und Austauschmöglichkeiten informieren wir über einen eigenen Verteiler – für den man sich hier anmelden kann:
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