Praxisfrühstück Industrie 4.0 und Tiroler Technologiebrunch

Daten verbinden, was bisher getrennt war – Maschinen, Lieferketten, Unternehmen. Beim diesjährigen Praxisfrühstück Industrie 4.0 am 28. August 2026 steht im Mittelpunkt, wie industrielle Datenökosysteme vom Konzept in die Praxis kommen: Welchen Nutzen stiften Digitale Zwillinge über den gesamten Produktlebenszyklus? Wie schaffen souveräne Datenräume Transparenz in komplexen Lieferketten und helfen dabei, regulatorische Anforderungen wie den Digitalen Produktpass zu erfüllen? Und wie verändern neue datengetriebene Ansätze die Art, wie Unternehmen zusammenarbeiten und Entscheidungen treffen? Konkrete Use Cases aus der Industrie zeigen, wo Datenökosysteme heute bereits Wirkung entfalten und was das für die Zukunft der Produktion bedeutet.

Alle Teilnehmer:innen des Praxisfrühstücks sind im Anschluss auch zum Tiroler Techologiebrunch und zum RUPTUR Wirtschaftsdialog eingeladen.

Praxisfrühstück Industrie 4.0 & Tiroler Technologiebrunch

Zeit: 08:30 – 10:00 Uhr Praxisfrühstück | 10:30 – 13:00 Uhr Technologiebrunch

Ort: Hotel Alphof, 6236 Alpbach 486
Teilnahme nur auf Einladung

 

Im Anschluss: RUPTUR Wirtschaftsdialog
Zeit:  12:00 – 14:30 Uhr
Ort: wird in Kürze bekannt gegeben

 

Praxisfrühstück Industrie 4.0

08:00 – 08:30 Uhr
Einlass

08:30 – 08:35 Uhr
Begrüßung 
Michael Jäger, Standortagentur Tirol 
Roland Sommer, Plattform Industrie 4.0  

08:35 – 08:50 Uhr
Durchgängiger digitaler Zwilling in der industriellen Fertigung
Michael Heiss, Markus Krempl, Roland Laucher und Johannes Rauer-Zeichmeister, Siemens 
Die Realität lässt sich heute schneller modellieren, als sie entsteht. Neue Tools und Lieferanten, die vermehrt digitale Zwillinge für ihre Teile im Rahmen des DPP mitliefern, ermöglichen das. In dieser Session wird gezeigt, wie Digitale Zwillinge heute in der Praxis genutzt werden, um die Inbetriebnahmezeit auf 1/3 zu reduzieren, und dann auch im Betrieb weiter Nutzen stiften. 

08:50 – 09:05 Uhr
RecAL – Europas zentraler Wegbereiter für zirkuläres Aluminium
Rahman Latifur, CANCOM 
Die europäische Aluminium-Wertschöpfungskette steht unter Druck: ein Defizit von 11 Mrd. Euro und steigende Schrottexporte gefährden die Versorgung mit Sekundärrohstoffen. Bis 2030 werden bis zu 2 MT zusätzlicher Aluminiumschrott benötigt. RecAL begegnet der Herausforderung mit einem ÖGUT-preisgekrönten Ökosystem. CANCOM liefert dafür eine herstellerunabhängige, quantensichere, cloud- & datenagnostische Architektur für vertrauenswürdigen Datenaustausch und Serviceföderation. 

09:05 – 09:20 Uhr
Catena X Praxis Case BMW: Lieferkette optimieren, Qualitätsrisiken reduzieren
Anja Lang , BMW Group  
Roland Wiesmüller, T-Systems International 
Catena X ermöglicht Unternehmen, regulatorische Anforderungen wie DPP, ESG und PCF zu erfüllen und gleichzeitig Kosten in der Lieferkette signifikant zu senken. Durch Datentransparenz werden Qualitätsprobleme früh erkannt, Reaktionszeiten reduziert und Verluste vermieden. BMW und T Systems zeigen im Rollout, wie ein souveräner Datenraum Transparenz schafft und Mehrwert realisiert. 

09:20 – 09:35 Uhr
KI-gestützte Wissensökosysteme für industrielle Innovation
Mateo Primorac, Scopri.ai
Industrieunternehmen erzeugen riesige Mengen an Wissen – verteilt über Patente, wissenschaftliche Publikationen, technische Dokumente, CAD-Modelle und weitere Ingenieursdaten. Dennoch bleibt ein großer Teil dieses Wissens fragmentiert und schwer zugänglich. Diese Session zeigt, wie KI multimodale Informationen zu einem Wissensökosystem verknüpfen kann, das sowohl technische Entscheidungen als auch strategische Vorausschau unterstützt. Das Ergebnis ist ein „zweites technisches Gehirn“, das Organisationen dabei hilft, Innovation zu beschleunigen, neue Chancen frühzeitig zu erkennen und ihre Wettbewerbsfähigkeit nachhaltig zu stärken. 

09:35 – 09:50 Uhr
Digitale Souveränität in der Praxis: Aufbau einer einheitlichen europäischen Cybersicherheitslösung
Riegler Markus, Business Development Manager SOC & Cyber Threat Analyst im ACP SOC, Lehrbeauftragter an der Fachhochschule St. Pölten 
Angesichts geopolitischer Spannungen und regulatorischer Anforderungen steigt die Nachfrage nach digitaler Souveränität. Europäische Cybersicherheitsanbieter schließen sich zusammen, um ein einheitliches Ökosystem auf Basis standardisierter Schnittstellen und offener Zusammenarbeit zu schaffen. Diese Präsentation zeigt auf, wie europäische Anbieter und Lösungen gemeinsam eine Alternative zu bestehenden großen Sicherheitsplattformen bieten und gleichzeitig die volle Datenkontrolle in Europa gewährleisten können. Durch die Abstimmung von Bedrohungsinformationen, Schnittstellenstandards und architektonischer Integration können europäische Anbieter eine kohärente SOC-Funktionalität auf Unternehmensebene ohne Anbieterabhängigkeit bereitstellen. 

09:50 – 10:00 Uhr
Abschluss
Michael Jäger, Standortagentur Tirol 
Roland Sommer, Plattform Industrie 4.0  

 

Tiroler Technologiebrunch

10:00 – 10:30 Uhr
Einlass

10:30 – 13:00 Uhr
Eröffnung und Begrüßung 
Marcus Hofer, Geschäftsführer Standortagentur Tirol
Othmar Karas, Präsident des European Forum Alpbach 
Mario Gerber,  Landesrat für Tourismus, Wirtschaft und Digitalisierung 
Daniela Almer, Österreichische Notariatskammer 

Datenökonomie – Schlüssel zu Wettbewerbsfähigkeit und Innovation 
Daten sind ein zentraler Innovations- und Wettbewerbsfaktor für Unternehmen und Standorte. Wer Daten strategisch nutzt, teilt und verwertet schafft neue Geschäftsmodelle, effizientere Prozesse und bessere Entscheidungen. Die Datenökonomie eröffnet branchenübergreifend neue Chancen – von Industrie und Tourismus über Energie und Mobilität bis hin zur Verwaltung. Entscheidend sind Know-how, Sicherheit und klare Rahmenbedingungen im Umgang mit Daten. Die Standortagentur Tirol unterstützt Tiroler Unternehmen dabei, diese Chancen gezielt zu nutzen.

Brunch und Netzwerken

 

RUPTUR Wirtschaftsdialog

12:00 – 14:30 Uhr
Im Rahmen der Euregio Days während des European Forum Alpbach 2026 findet erstmals der RUPTUR Wirtschaftsdialog statt und bringt bei einem gemeinsamen Mittagessen Unternehmer:innen mit Stimmen aus Wissenschaft, Kunst, Kultur und Kreativwirtschaft zusammen.

Der RUPTUR Wirtschaftsdialog ist ein auf 50 Teilnehmende begrenztes Format, das Wirtschaft, Kunst und Kreativwirtschaft vernetzen soll. Sie können hier ihr Interesse an einer Teilnahme bekunden, die Auswahl der Teilnehmer:innen erfolgt durch die Veranstalter:innen mit Bedacht auf eine ausgewogene Zusammensetzung der verschiedenen Bereiche.