Adaptive Arbeitssysteme sollen Industriearbeit erleichtern, indem sie kollaboratives Mensch-Maschine-Zusammenarbeiten ermöglichen. Dort, wo KI jedoch zunehmend autonom Entscheidungen trifft, entstehen Spannungsfelder zwischen Mensch, System und deren Agency. Insbesondere stellt sich die Frage, wie Verantwortlichkeiten zwischen den Akteuren verteilt werden und wann KI welche Entscheidungen treffen darf.
Der Handlungsspielraum ist nachweislich entscheidend für Motivation und Zufriedenheit. Was passiert, wenn die KI autonom handelt und dies die Montagearbeit direkt beeinflusst – insbesondere, wenn dies nicht den Vorstellungen der MitarbeiterInnen entspricht?
Im Rahmen des Projekts A2P – Assist to Produce haben wir untersucht, wie sich Arbeitssysteme durch den Einsatz von KI zur Tätigkeits- und Situationserkennung adaptiver gestalten lassen. Anschließend wurden diese Ansätze in Nutzerstudien mit AnwenderInnen getestet. Dieser Vortrag beleuchtet Erfahrungen aus diesen Forschungsstudien und fragt: „Wie erleben Beschäftigte adaptive, KI-gestützte Systeme, die (mit)steuern, und wie verändern sich dadurch Entscheidungsräume, Verantwortung und Arbeit?“
In der Veranstaltung präsentiert David Kostolani (TU Wien) die zentralen Ergebnisse aus diesen Studien. Er zeigt, welche Impulse diese Erkenntnisse für das Design von Mensch-Maschine Systemen liefern und welche Konsequenzen sich daraus für den Einsatz von KI in der manuellen Produktion ergeben. Der Vortrag verdeutlicht, wie diese fundiert sind (und sein können), und lädt zur Diskussion und Interpretation der Insights ein.
Der Research Insight findet am 16. Juni von 15 bis 16 Uhr online statt.
Eine Anmeldung ist für Mitglieder der Plattform Industrie 4.0 nicht nötig.
Falls Ihre Organisation kein Mitglied der Plattform, aber trotzdem an einer Teilnahme interessiert sind, melden Sie sich bitte bei denise.branz@plattformindustrie40.at