Workshop Führen 4.0 – ExpertInnengruppe Mensch in der digitalen Fabrik

Im Rahmen unseres Workshops zum Thema „Führen 4.0“ am 5. Juni haben wir uns mit dem Status quo und Herausforderungen von HR im digitalen Wandel, dem individuellen Führen im Kontext der Digitalisierung bis hin zur erfolgreichen Umsetzung von agilen Organisationsstrukturen anhand von Cases beschäftigt.

Jan Krims, Senior Director HR bei TTTech, hat in seinem Impulsvortrag bereits zu Beginn mit einigen Mythen zur erfolgreichen digitalen Transformation aufgeräumt. Beim digitalen Wandel geht es nicht nur um Technologie und digitale Strategien und Tools, sondern auch um soziale, menschliche und interkulturelle Herausforderungen. Genausowenig ist es ein Allheilmittel, sich in ein Start-up zu verwandeln, um digital erfolgreich zu sein. Ein weiterer Mythos, man muss auf externe Kompetenzen zugreifen und hat keine existierenden Talente innerhalb der Organisation. Digitale Transformation erhöht massiv die Verantwortung der Führungsperson – Organisationsverständnis und ein Gespür für gesellschaftliche Entwicklungen nehmen an Bedeutung zu.  Ältere Führungskräfte können meist besser mit dem digitalen Wandel umgehen, so Jan Krims in seinem Vortrag. Denn Digital Leadership ist erfolgreich, wenn drei Faktoren erfüllt sind: „Transformational Leadership“ (empathic thinking), „Digital Awareness“ (creative thinking) und „Business Insight“ (cognitive thinking) und wenn diese drei Bereiche verbunden werden können. Der nicht-technologische Faktor rückt immer wieder in den Mittelpunkt, denn genügend Beispiele zeigen, dass nicht Modelle und Tools für den Erfolg ausschlaggebend sind, sondern mit welchem Menschenbild man an eine Organisation herangeht.

Sabrina Sorko, Dozentin an der FH Joanneum, ging auf das individuelle Führen und dessen Einflussfaktoren ein, wie Sozialisation und Generation, Flexibilität und mobiles Arbeiten, Empowerment, Vertrauenskultur, Transparenz, Innovationsbereitschaft sowie kultureller Hintergrund und vergleicht die Generations X, Y und Z.

Richard Pircher, Professor an der FH BFI Wien, stellte Best Practice Beispiele für agile Organisationsstrukturen vor und fasste die Schlüsselaussagen wie folgt zusammen: Agiles Führen ist ein Mindshift, Agilität bietet Chancen für Unternehmen und für Mitarbeiter und Unternehmen können Schritt für Schritt ihren eigenen geeigneten Weg dorthin gehen. Zudem präsentierte er Unternehmen, die agile Organisationsformen erfolgreich implementiert haben.

Vortragende:

Impulsreferat „Führung im digitalen Wandel“, Mag. Jan Krims, Senior Director HR, TTTech

“Individuelles und interkulturelles Führen“, Dr. Sabrina Sorko, FH Joanneum

„Agiles Führen“, Prof. (FH) Dr. Richard Pircher, FH BFI Wien

Die Workshop-Ergebnisse werden zusammengefasst und in den kommenden Wochen veröffentlicht.

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