Pilotfabrik (abgeschlossen)

Pilotfabrik – wo Sie Industrie 4.0 erfahren, testen und entwickeln können

Das bmvit plant nach der Eröffnung der ersten Pilotfabrik durch die Technische Universität Wien in Wien Aspern die Ausschreibung weiterer drei Pilotfabriken.

Eine Pilotfabrik ist ein realitätsnahes Modell einer Fabrik – eine Laborsituation mit realen Maschinen und Logistiksystemen. Hier wird eine echte und neutrale Test- und Forschungsumgebung geschaffen, in der ohne Störung einer laufenden Produktion, offen für Partner- und Nicht-Partner-Unternehmen, entwickelt und getestet werden kann.

Eine Pilotfabrik dient gleichermaßen dem gemeinsamen Entwickeln neuer Produkte (Prototypen) und Prozesse; als Testanlage für komplexe, moderne Fertigungssysteme; für interdisziplinäre Forschung (z.B. Maschinenbau, Mechatronik, Elektrotechnik, Informatik, Arbeitswissenschaften); als Aus- und Weiterbildungszentrum und industrienahes Lernumfeld sowie als klassische Forschungsinfrastruktur.

In der Arbeitsgruppe werden aufbauend auf österreichische Stärkefelder thematische Schwerpunkte für die neuen Pilotfabriken erarbeitet.

Die Arbeitsgruppe Pilotfabriken hatte die Aufgabe gemeinsam mit bmvit und FFG einen Konsultationsprozess mit Unternehmen hinsichtlich thematischer Schwerpunktsetzung der Ausschreibung dreier Pilotfabriken durchzuführen – mit dem Ziel schwerpunktmäßig auf österreichische Stärkefelder aufzubauen.

Das bmvit schreibt drei Pilotfabriken 2016 aus. Zwei Pilotfabriken in der FTI Initiative „Produktion der Zukunft“ und eine in der FTI Initiative“ IKT der Zukunft“, mit einem Fördervolumen von je 2 Mio. Euro durch das bmvit bei 50% Förderintensität. Die Themen sollen im Umfeld von Industrie 4.0, Produktion und IKT bzw. Schlüsseltechnologien für Industrie 4.0 sein, zudem sollen sie komplementär zur bestehenden Pilotfabrik in Wien Aspern und zueinander sein. Die Kooperation in und zwischen den Regionen soll gestärkt werden und sämtliche Pilotfabriken sollen zu einem späteren Zeitpunkt vernetzt werden, wodurch Teile oder gesamte Wertschöpfungsketten abgedeckt werden.

In der Arbeitsgruppe wurden drei komplementäre Themen identifiziert, die Schlüsseltechnologien für Industrie 4.0 darstellen: Smart Electronic Based Systems, Fertigung diskreter Güter und der Bereich Verfahrenstechnik.

Die erzielten Ergebnisse werden nun von bmvit und FFG in die im September 2016 startende Ausschreibung eingearbeitet. Die letzte Sitzung der Arbeitsgruppe erfolgte auf Einladung von BRP Rotax in Gunskirchen. Mit dieser Sitzung konnten die Aktivitäten der Arbeitsgruppe nunmehr erfolgreich abgeschlossen werden, weiterführende Themen und regelmäßige Erfahrungen aus den Pilotfabriken werden in der Arbeitsgruppe Forschung, Entwicklung & Innovation  geführt.

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