Die EG Normen & Standards präsentierte einen USE CASE zu einem innovativen Geschäftsmodell

Der Use Case "Produkt als Dienstleistung" ist als praxisorientierte Ergänzung zum österreichischen Normungskompass Industrie 4.0 konzipiert und veranschaulicht den Nutzen von Normen in der Entwicklung und Umsetzung von innovativen Geschäftsmodellen.

Rund 25 Mitglieder der Plattform Industrie 4.0 nahmen an der zweiten offenen ExpertInnengruppensitzung Normen & Standards am 08.11.2017 in den Räumlichkeiten von Austrian Standards in Wien teil. Ziel dieser Veranstaltung war es den Nutzen von Normen und Standards bei der Entwicklung und Umsetzung von innovativen Geschäftsmodellen zu beleuchten. Im Vordergrund stand auch der Erfahrungsaustausch der Mitglieder der Kern-ExpertInnengruppe Normen und Standards mit den Teilnehmern und Teilnehmerinnen um die Herausforderungen der Digitalisierung im Bereich Normenentwicklung und -anwendung greifbar zu machen.

Zur Verdeutlichung der Rolle von Normen und Standards bei der Entwicklung und Umsetzung eines „Produkt als Dienstleistung“ Geschäftsmodells wurde von der ExpertInnengruppe Normen und Standards ein exemplarischer Use Case ausgearbeitet,  der als praxisorientierte Ergänzung zum österreichischen Normungskompass Industrie 4.0 und dem online-Normenkatalog auf der Website der Plattformindustrie 4.0 konzipiert ist. Der Use Case beschreibt die Vernetzung von selbstfahrenden Bodenreinigungsmaschinen durch IoT Technologien, die es den Produzenten erlauben, die vom Kunden genutzten Maschinen in Echtzeit zu im Auge behalten und zu analysieren. Das heißt, der Produzent beschränkt sich nicht nur mehr auf die Produktion und den Verkauf von Produkten sondern bietet dem Kunden eine umfassende auf seine Bedürfnisse individuell zugeschnittene Dienstleistung an. Erst durch das Sammeln umfassender Leistungsdaten der eingesetzten Bodenreinigungsmaschinen ist es dem Produzenten möglich, Zusatzleistungen wie beispielsweise Predictive Maintenance oder individuelle Erlösmodelle anzubieten.

Der Use Case geht konkret auf 25 verschiedene Normen und Standards, die für das beschriebene „Produkt als Dienstleistung“ Geschäftsmodell zentral sind ein und widmet sich aber auch ganz bewusst den grundsätzlichen Fragen welche Bedeutung die digitale Transformation auf bestehende Geschäftsmodelle hat und welche Möglichkeiten zur Weiterentwicklung oder Neukonzeption bestehen. Dies soll speziell KMUs und der interessierten Öffentlichkeit den Zugang zur komplexen Welt der Normen und Standards im Bereich Industrie 4.0 erleichtern.

Basierend auf dem Use Case gab es im Zuge der Veranstaltung auch praxisnahe Experteninputs zum Bereich neue Geschäftsmodelle von Mitgliedern der Plattform Industrie 4.0. Jürgen Krammer präsentierte 5 exemplarische Digitalisierungs-Use Cases aus der Welt von Kapsch BusinessCom. Harald Leitenmüller (Microsoft) ging auf das Thema Security im Bereich IoT ein und Stefan Harasek (Patentamt) beleuchtete das Thema Intelectual Property Rights für Industrie 4.0.

Karl Grün (ASI) und Christian Gabriel (OVE) gaben zudem neben der Präsentation des Use Cases auch einen Überblick über aktuelle Entwicklung in den internationalen Normungsorganisationen International Organization for Standardization (ISO) und International Electrotechnical Commission (IEC).

Link zum USE CASE „Produkt als Dienstleistung“ der EG Normen & Standards

Link zur Präsentation des USE CASES „Produkt als Dienstleitung“

© Verein Industrie 4.0 Österreich
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