Die deutsche G20 Präsidentschaft legt Fokus auf Digitalisierung der Wirtschaft

Die Anpassung der Rahmenbedingungen des internationalen Handels an die neuen Herausforderungen der Digitalisierung und die Förderung von Industrie 4.0 soll das globale Wirtschaftswachstum in Schwung bringen.

Auf die diesjährige G20 Präsidentschaft Chinas folgt ab Dezember 2016 der Vorsitz Deutschlands. Das nächste Gipfeltreffen der Gruppe führender Wirtschaftsmächte, zu der 19 Staaten und die EU zählen, wird somit im Juli 2017 in Hamburg abgehalten werden. Neben den Themen Flucht, Migration, Frauen und Gesundheit soll auch Digitalisierung und Innovation stärker in den Mittelpunkt gerückt werden.

Das ist ein klares Zugeständnis, dass die Auswirkungen der Digitalisierung auf den internationalen Handel zunehmend an Bedeutung gewinnen. Auch die chinesische G20 Präsidentschaft widmete sich bereits verstärkt dem Thema Innovation. Damit verdeutlich sich, dass auch China den eigenen Schritt hin zu einer wissensbasierten Wirtschaft und High-Tech Produzenten forciert.

International gibt es aber noch kaum Strategien wie mit den Folgen der Digitalisierung umgegangen werden soll. Für den Handel höchst relevante Bereiche wie die Sicherstellung von Cybersecurity für immer komplexere globale Wertschöpfungsketten oder internationale Datenschutzregelungen müssen in den Rahmenbedingungen für den Welthandel berücksichtig werden. Auch die Fragen in welche Kategorien digitale Produkte fallen und wie diese beispielsweise im Rahmen der WTO zu behandeln sind, sind noch ungeklärt.

Für die internationale Entwicklung von Industrie 4.0 ist es maßgeblich, dass eine sichere und grenzüberschreitende Vernetzung von Prozessen garantiert werden kann. Risikofaktoren wie Cyberangriffe oder Wirtschaftsspionage und fehlende Standards im Bereich der Vernetzung hemmen die Potentiale der voranschreitenden Digitalisierung. Dazu braucht es zum einen klar definierte nachhaltige Regelungen und zum anderen international anerkannte Standards, die reibungslose Kommunikation über Hersteller-, Branchen- und Systemgrenzen hinaus ermöglichen und so den Rahmen für voll digitalisierte globale Märkte schaffen.

Um die Grundlage für weitere Fortschritte in diesem Bereich innerhalb der G20 Prozesse zu schaffen, wird im Vorfeld der deutsche G20 Präsidentschaft eine gemeinsame Konferenz zum Thema Standardisierung abgehalten.

 

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