Aktuelle Studie beleuchtet die Bedeutung von Industrie 4.0 in Niederösterreich

Die im Juli 2016 präsentierte Studie gibt einen Überblick über die Einfluss- und Erfolgsfaktoren von Industrie 4.0 für den Standort Niederösterreich.

Das Land Niederösterreich, die Wirtschaftskammer Niederösterreich und die Industriellenvereinigung Niederösterreich haben gemeinsam eine Studie zum Thema „Einfluss- und Erfolgsfaktoren von Industrie 4.0 für den Standort Niederösterreich“ bei Pöchhacker Innovation Consulting in Auftrag gegeben. Ziel der Studie ist es alle Unternehmen für das Thema Industrie 4.0 zu sensibilisieren und Chancen der digitalen Transformation, unabhängig von Betriebsgrößen und Branchen, aufzuzeigen. Die im Rahmen der Studie durchgeführte Onlinebefragung und Interviews mit ausgewählten Industrievertretern zeigen auf, dass die Meinungen über die Bedeutung und der Umsetzungsgrad von Industrie 4.0 in Niederösterreich auseinandergehen.

Rund 77% der insgesamt 63 befragten Unternehmen schätzen die generelle Auswirkungen der 4. industriellen Revolution für die Zukunft der produzierenden Wirtschaft als hoch oder sehr hoch ein, während rund ein Viertel  keine signifikanten Effekte erwarten. Auf die Frage, wie die Bedeutung von Industrie 4.0 für die Zukunft des eigenen Unternehmens eingeschätzt wird, gibt jedoch knapp die Hälfte an nur geringe Auswirkungen durch Industrie 4.0 zu erwarten. Es wird also von den Befragten angenommen, dass das eigene Unternehmen weniger von Industrie 4.0 betroffen wird als der jeweilige Branchenschnitt.

Auch der Umsetzungsgrad von Industrie 4.0 variiert stark. Rund 40 % der befragten Unternehmen befindet sich im Austausch mit Partnern über mögliche Industrie 4.0 Einsatzgebiete und Technologien, 24 % der Unternehmen setzen momentan vereinzelt Industrie 4.0 Pilotprojekte und 11 % geben an Industrie 4.0 Technologien bereits in umfassender Form anzuwenden. Dem stehen 29 % der Befragten gegenüber, die sich bis jetzt nicht mit Industrie 4.0 auseinandergesetzt haben.

Basierend auf den Befragungsergebnissen der Studie wurden vier zentrale Handlungsfelder zur Erschließung der Potenziale von Industrie 4.0 für den Industriestandort Niederösterreich identifiziert:  Information & Vernetzung,  Bildung, Forschung  und Standortrahmenbedingungen. Für die Themenfelder wurden konkrete Handlungslinien formuliert, die in die Konzepte der NÖ Landesregierung einfließen.

Im Herbst wird das Land Niederösterreich einen Masterplan für die Digitalisierung in Niederösterreich präsentieren mit dem Ziel insbesondere KMUs auf dem Weg zur Umsetzung von Industrie 4.0 zu unterstützen.

Download der Studie

© NLK / Reinberger: Studienmitautor Johann Lefenda, Wirtschaftslandesrätin Petra Bohuslav, WKNÖ-Präsidentin Sonja Zwazl und Präsident Thomas Salzer (IV-NÖ)
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