Aktuelles über Industrie 4.0

2. Industry Business Safari 23.-24. Oktober 2018

Nach einer erfolgreichen ersten Industry Business Safari Ende Juni im Raum Amstetten, Wels und Steyr freuen wir uns auf die nächste Studiereise zu Industrie 4.0 Best Practice Unternehmen im Raum Graz. Auf dem Programm stehen u.a. AVL List, Knapp, das Know Center, Anton Paar und die ams AG.

Industrie 4.0 Use Case Breakfast in Alpbach

Zum Start der Technologiegespräche in Alpbach veranstaltete die Plattform Industrie 4.0 zusammen mit den Kooperationspartnern Standortagentur Tirol, Microsoft, Siemens und Kapsch ein Industrie 4.0 Frühstück. Rund 60 TeilnehmerInnen erlebten ExpertInnenvorträge zu Erfahrungen und Umsetzung von digitalen Transformationsprojekten.

Ergebnispapier: Forschung, Entwicklung und Innovation in der Industrie 4.0

ergebnispapier cover

Die industrielle Produktion befindet sich derzeit weltweit in einem Transformationsprozess, die zunehmende Digitalisierung und Automatisierung durch Industrie 4.0 macht auch vor Österreich nicht Halt: Wenn rechtzeitig in die technologische Entwicklung investiert wird, ergeben sich daraus Chancen für eine stärkere Wettbewerbsfähigkeit und die Schaffung neuer Arbeitsplätze. Mehr als 70 Vertreter aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Arbeitnehmerseite haben in der ExpertInnengruppe „Forschung, Entwicklung & Innovation“ der Plattform Industrie 4.0 Österreich deshalb eine Technologie-Roadmap erarbeitet, um dieses wichtige Thema anschaulich und auch für Nicht-Experten verständlich darzustellen. In dieser wurden acht ineinandergreifende Forschungsfelder identifiziert, die für die Technologieentwicklung in Österreich zukünftig zentral sein werden.

Download Ergebnispapier "Forschung, Entwicklung & Innovation in der Industrie 4.0"

 

Stimmen über Industrie 4.0

"Industrie 4.0 ist eine wertvolle „Projektionsfläche für Innovationen“: Die Kombination neuer Ideen mit höherer Technologiereife ergibt großes Potential. Vor allem die digitale Vernetzung von Entwicklung mit Produktion und In-Use Phase bietet dabei neue Möglichkeiten zur Kreativität und Effizienz. Das Resultat sind bessere Produkte: z.B. AVL Prüfstände, die sich selbst überwachen und mitteilen, wenn Wartung stattzufinden hat, oder auch autonom erkennen, wenn ein Versuch wegen unzufrieden stellender Resultate frühzeitig gestoppt werden soll … spannende Möglichkeiten!"

Foto_Dez012
Helmut List CEO AVL List GmbH

"Österreich weist einen sehr hohen Industrialisierungsgrad auf, demnach ist Industrie 4.0 ein essentieller Baustein für die Weiterentwicklung der industriellen Prozesse. In einer Studie der EU-Kommission zu dem Thema wird Österreich als ‚Frontrunner‘ bezeichnet. Wir weisen also, neben Deutschland, Irland und Schweden, das größte Umsetzungspotenzial für Industrie 4.0 auf, gemessen an intelligenten Produktionsprozessen, Automatisierungsgrad, Wertschöpfungspotenzial – diese Chance muss genutzt werden. In der Zusammenarbeit mit unseren Kunden entdecken wir laufend neue Möglichkeiten, wie gut eingeführte Prozesse noch ein Stück effizienter gestaltet werden können. Um die Prozesskette beim Kunden, tatsächlich End2End abzudecken, ist eine breite Palette an spezialisierten Skills notwendig. Zusätzlich zu unserem eigenen Know-how und unserer langjährigen Erfahrung im Industriebereich gewinnen wir diese aus neuen Beteiligungen an Forschungseinrichtungen und Startups wie evolaris next level."

Jochen Borenich
Jochen Borenich Vorstandsmitglied Kapsch BusinessCom

"Industrie 4.0 bringt gewaltige Herausforderungen mit sich. Die Digitalisierung durchdringt alle Lebensbereiche, verändert jedoch im Besonderen die Produktions- und Arbeitsprozesse, treibt die Innovation im Dienstleistungssektor und wird komplett neue Geschäftsfelder und Märkte erschließen. Unternehmen jeglicher Größenordnung und aus jeder Branche werden sich so rasch als möglich damit auseinandersetzen müssen, wenn sie auch in Zukunft wettbewerbsfähig bleiben wollen. Die Beteiligungsgesellschaften der Upper Austrian Research arbeiten seit Jahrzehnten an High-Tech Lösungen für die Industrie. Digitalisierung und Vernetzung der Unternehmensprozesse, Flexibilität sowie ein hoher Grad an Automatisierung stehen dabei im Vordergrund."

enzenhofer-2
Wilfried Enzenhofer Geschäftsführer Upper Austrian Research

"Wir müssen dafür sorgen, dass es intelligente Regulierungen der digitalen Erwerbsarbeit gibt, zusammen mit der Politik und den Arbeitgebern, die ebenso wie wir sehen, dass die digitale Umwälzung nicht dem Selbstlauf überlassen werden kann. Nur so können wir absichern, dass Österreich und Europa auch weiterhin ein Standort für industrielle Fertigung mit hohen sozialen und ökologischen Standards bleibt. Wenn also die Industrie 4.0. nicht massenhaft Arbeitslosigkeit und weitere Prekarisierung mit sich bringen soll, brauchen wir eine politische Agenda für Beschäftigung im digitalen Umbruch."

Dwora_Stein
Dwora Stein Bundesgeschäftsführerin GPA-djp

"Das Internet der Dinge wird unsere Lebens- und Arbeitswelt massiv verändern. Informations- und Kommunikationstechnologien bringen die Industrie in ein neues Zeitalter. Virtualisierung – also die Verschmelzung von physischer und virtueller Welt – und intelligente Vernetzung ermöglichen die weitere Flexibilisierung von Prozessen und damit eine Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit der österreichischen Industrie. Salzburg Research erforscht, wie wissensbasierte Systeme, Datenmanagement, Sensorik und Internet für innovative Produkte und Dienstleistungen kombiniert werden können."

Siegfried Reich
Siegfried Reich Geschäftsführer Salzburg Research

"Die Elektro- und Elektronikindustrie ist eine der forschungsintensivsten und dynamischsten Branchen und damit Impulsgeber für die österreichische Industrie. Innovationen zum Beispiel im Bereich der Information- und Kommunikationstechnologien machen sie zur Schlüsselindustrie für die digitalisierte Produktion. Der FEEI war daher Initiator und treibende Kraft der Plattform, mit dem Ziel, die Weichen für eine erfolgreiche Zukunft des Produktions- und Forschungsstandorts Österreich zu stellen."

Lothar Roitner
Lothar Roitner Geschäftsführer FEEI

"Nahezu jede Industrie kann von Big Data profitieren – sofern diese Daten zusammenhängende Information zur Unternehmenssteuerung bieten. Dank des Watson IoT Programmes von IBM, dass die Digitale Transformation mit Sensoren, zentralen Datenspeichern und Analyseplattform in Europa unterstützt, bekommt die Realisierung der Industrie 4.0 im deutschsprachigen Raum weitere neue Möglichkeiten. Von der vorausschauenden Instandhaltung in der Fertigungsindustrie, über die Qualitätssteuerung in der Logistik bis hin zum Produktlebenszyklus in sämtlichen Anlage- und Energieintensiven Geschäftsbereichen können die Prozesse mit IoT Plattformen standardisiert und transparent gemacht werden – horizontal sowie vertikal gleichermaßen."

Marcus-Kottinger
Marcus Kottinger Solutions Architect, Industry 4.0/Life Science IBM

"Wir wollen den Wandel aktiv mitgestalten! Industrie 4.0 als Zukunft industrieller Wertschöpfung und Beschäftigung bringt viele Chancen aber auch Herausforderungen mit sich. Neben einer Steigerung des Investitionsvolumens und der Forschungs- und Entwicklungsausgaben von Unternehmen und Staat braucht es eine Bildungs- und Ausbildungsoffensive vor allem auch mehr betriebliche Weiterbildung. Damit alle - die Beschäftigten und die Unternehmen - von dem Wandel und neuen Wachstumschancen profitieren. Der Mensch und die Qualität der Arbeit müssen auch in Zukunft im Mittelpunkt aller Überlegungen stehen. Daher fordern wir gelebte betriebliche und überbetriebliche Mitbestimmung."

Anderl Renate
Renate Anderl Präsidentin Bundesarbeitskammer

"Ohne Industrie 4.0 wird die Produktion nicht in Europa bleiben. Es ist die große Chance, den internationalen Wettbewerb nicht mehr ausschließlich über Standortkosten führen zu müssen, sondern mit Know-how und gesteigerter Ressourceneffizienz entscheidende Wettbewerbsvorteile zu erzielen. Vor allem für die Elektro- und Elektronikindustrie als Anbieter von Schlüsseltechnologien und Lösungen bedeutet die Digitalisierung der Produktion enorme Möglichkeiten für Wertschöpfung und Innovation."

Brigitte Ederer
Brigitte Ederer Präsidentin FEEI