Plattform Industrie 4.0 als Best Practice Case in der OECD Studie zu digitaler Innovation und Chancen für die Innovationspolitik

Österreichisches Erfolgsmodell in London persönlich vorgestellt

Die OECD stellte am 10. April ihre Studie „Digital Innovation: Seizing Policy Opportunities“zum Einfluss der Digitalisierung auf die Innovationspolitik bzw. wie kann das Potenzial digitaler Technologien für Innovation und Wachstum genutzt werden, vor. Anlässlich des offiziellen Launch-Events in London, der von Digital Catapult, Innovate UK und der OECD gemeinsam organisiert wurde, wurde die Studie veröffentlicht, die als Ergebnis eines dreijährigen Prozesses, in dem Experten, Entscheidungsträger und Anwender aus dem OECD-Raum und weiteren Ländern ihr Wissen und Best Practices zusammengetragen haben. Teilnehmer der darin beschriebenen Best Practices haben über Möglichkeiten zur Unterstützung digitaler Innovationen am Podium diskutiert, darunter Roland Sommer von der Plattform Industrie 4.0 (Österreich), sowie Vertreter von Data61 (Australien) und Digital Catapult (UK).

Im Report werden acht Best Practice-Beispiele aus unterschiedlichen Ländern vorgestellt, die als Leuchtturmprojekt Modellcharakter für andere Regionen haben können – darunter die Plattform Industrie 4.0 Österreich. Beispielhaft ist Arbeitsweise und Struktur der Plattform, die alle relevanten gesellschaftlichen, politischen, wirtschaftlichen und wissenschaftlichen Stakeholder zusammenbringt, um die zukünftige Produktions- und Arbeitswelt mitzugestalten – mit dem Ziel, neue technologische Entwicklungen und Innovationen bestmöglich für Unternehmen und Beschäftigte zu nutzen.

Der Report kommt zum Schluss, dass die Auswirkungen der Digitalisierung in verschiedenen Wirtschaftsbereichen überraschend ähnlich sind. Beispiele aus der Landwirtschaft, dem Automobilsektor und dem Einzelhandel untermauern dies. 

Der Report kommt zu folgenden Schlüssen:

  • Daten sind ein Schlüssel für fast alle Innovationen. Datenanalysen ermöglichen völlig neue Geschäftsmodelle, von intelligenter Landwirtschaft über On-Demand-Mobilitätsdienste bis hin zur Optimierung von Produktionsprozessen. Entscheidend ist auch der Zugang zu Daten.
  • Die Entwicklung neuer Produkte und Dienstleistungen steht im Zentrum der Innovation. Digitale Technologien ermöglichen produzierenden Betrieben, neue Services als Ergänzung zu bestehenden Produkten zu entwickeln und Dienstleistungsmodelle wie Vermieten und Teilen voranzutreiben.
  • Innovationszyklen werden mithilfe virtueller Simulation, 3D-Druck und anderer digitaler Technologien deutlich beschleunigt. Dadurch werden Unternehmen experimentierfreudiger und die Produktentwicklung beschleunigt.
  • Innovationsökosysteme müssen offen und vielfältig sein. Neue digitale Tools wie Crowdsourcing-Plattformen werden zunehmend eingesetzt, um die Zusammenarbeit zu erleichtern. Innovationen im digitalen Zeitalter erfordern mehr denn je die Kombination von Projektwissen und Datenanalysefähigkeiten.
  • Der rasche technologische Wandel erfordert eine flexiblere Innovationspolitik, die auch in kurzfristigen Zyklen Projekte umsetzt und ausprobiert.
  • Digitale Technologien und digitale Innovationen müssen insbesondere KMU zugänglich gemacht werden.

Viele Länder setzen bereits wesentliche Maßnahmen, um ihren Policy-Mix den neuen Rahmenbedingungen anzupassen. Zudem wurde kürzlich von der EU Kommission eine KI Strategie verabschiedet, um den wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Nutzen durch künstliche Intelligenz zu sichern sowie die Regulierung für Datenzugriff und Datenaustausuch beinhaltet.

Der gesamte OECD-Report Report „Digital Innovation: Seizing Policy Opportunities“ kann hier eingesehen werden, auch eine Executive Summary ist verfügbar.

© OECD
© OECD
© OECD
© OECD