Studie zu Qualifizierungsmaßnahmen für Industrie 4.0 – von Prospect GmbH

Das Infrastrukturministerium (bmvit), die Austria Wirtschaftsservice GmbH (aws) und die Arbeiterkammer Wien (AK) haben eine Studie zu Qualifizierungsmaßnahmen im Zusammenhang mit der Einführung von Industrie 4.0 in Auftrag gegeben. Mit dem Ziel auszuloten, wie Unternehmen und ExpertInnen das Thema Qualifizierung und Industrie 4.0 adressieren, und wie die Betriebe für die Digitalisierung der Arbeitswelt gerüstet sind. Untersucht wurde, welche Kompetenzen ArbeitnehmerInnen mitbringen müssen, um in einer zunehmend digitalisierten Arbeitswelt Erfolg zu haben.

Die wichtigsten Erkenntnisse im Überblick

Fachkompetenzen bleiben wichtig, gleichzeitig werden aber digitale Kompetenzen, Prozessverständnis, Selbstorganisation und die Bereitschaft zur laufenden Weiterentwicklung sowie zu Verantwortungsübernahme immer wichtiger. Digitale Kompetenzen werden in der Produktion immer wichtiger, während einfache Routinetätigkeiten am stärksten betroffen sind.

Es entstehen neue Anforderungsprofile, so können beispielsweise Datenbrillen ArbeitnehmerInnen beim Erlernen neuer Tätigkeiten helfen. Dadurch dass Körperkraft in der Produktion immer weniger Bedeutung hat, erwarten die Befragten einen steigenden Frauenanteil in den Betrieben. Der beste Weg, um Arbeitsplätze zu sichern, ist die Investition in Aus- und Weiterbildung. Kompetenz bedeutet neben der eigentlichen Qualifikation vor allem die Fähigkeit zur Selbstorganisation, Lernbereitschaft und auch die Bereitschaft Verantwortung zu übernehmen. Viele der für Industrie 4.0 wichtigen Kompetenzen können nach Ansicht der Befragten besser während der Arbeit als in Seminaren erworben werden.

 

 

 

 

Innerbetriebliche Weiterbildung – Dualisierung im tertiären Bildungsbereich – Frauen in Technik – Digitalisierung der Lehrlingsausbildung

Industrie 4.0 erfordert von Unternehmen einen bewussten Blick auf die innerbetriebliche Weiterbildung. Es wird – neben klassischen Schulungen – immer wichtiger, den Arbeitsplatz lernförderlich zu gestalten. „Gamification“ oder „Augmented Reality“ können als Lerntools bzw. -methoden dienen.

Es gibt in Österreich derzeit noch vergleichsweise wenige duale Studien, in denen die Ausbildung im Betrieb und auf der Hochschule gleichzeitig läuft. Je früher Mädchen für Technik begeistert werden, umso höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass diese später technische Ausbildungen wählen. Die Ausstiegsquoten von Technikerinnen in Ausbildung weisen darauf hin, dass bereits früh in der Bildungskarriere auf technische Berufe vorbereitet werden sollte.

 

Digitale Werkzeuge und Medien sollen sowohl in Betrieben und Berufsschulen verstärkt in der Lehrlingsausbildung eingesetzt werden, um ein Grundverständnis für digitalisierte Prozesse zu schaffen. Wichtig dabei ist die entsprechende Infrastruktur und Wissen bei den Lehrpersonen.

 

Download Studie: Qualifizierungsmaßnahmen im Zusammenhang mit der Einführung von Industrie 4.0

Download Studie: Management Summary

© Prospect Unternehmensberatung GmbH
Share on FacebookTweet about this on TwitterShare on Google+Share on LinkedInEmail this to someone