European Innovation Scoreboard 2016: Österreich verbessert sich auf Rang 10 im EU-Vergleich

Schweden nimmt den Spitzenplatz vor Dänemark, Finnland, Deutschland un den Niederlanden ein. Österreich wird auf Rang 10 gereiht und liegt somit über dem EU-weiten Durchschnitt.

Die europäische Kommission veröffentlichte Mitte Juli 2016 das alljährliche European Innovation Scoreboard, das eine vergleichende Bewertung der Forschungs- und Innovationsleistungen der EU-Mitgliedstaaten sowie ausgewählter Drittländer vornimmt.

Der diesjährige Bericht umfasst erstmal einen zukunftsorientierten Abschnitt mit dem Schwerpunkt auf jüngere Entwicklungen, Trends und erwartete Änderungen.

Das European Innovation Scoreboard verwendet zur Erfassung von Innovation insgesamt 24 verschiedene Indikatoren. Die wichtigste Voraussetzung für den Aufstieg im Ranking ist die Etablierung eines ausgewogenen Innovationssystems, das Anteile öffentlicher und privater Investitionen kombiniert, Innovationspartnerschaften zwischen Unternehmen und Hochschulen fördert und den Bereich Bildung und Forschung ausbaut. Außerdem werden auch die Marktnähe und Auswirkung von Innovation auf die jeweilige Wirtschaftsleistung bewertet.

Die wichtigsten Ergebnisse des Berichtes der europäischen Kommission sind, dass die EU den Innovationsrückstand gegenüber Japan und den USA weiter verringern konnte und Schweden seinen Spitzenplatz innerhalb der EU, gefolgt von Dänemark, Finnland, Deutschland und den Niederlanden verteidigt.  Den höchsten Zuwachs im Bereich Innovation verzeichnet Lettland, Malta, Litauen, die Niederlande und das Vereinigte Königreich.

Aus dem Bericht geht zudem hervor, dass sich in den kommenden zwei Jahren die gesamte Innovationsleistung der EU im internationalen Vergleich steigern dürfte. Die Unternehmen planen mehrheitlich, ihre Investitionen in Innovation zu halten oder weiter zu erhöhen. Besonders in Rumänien, Malta und Irland werden Investitionen in Innovation weiter verstärkt.

Österreich liegt bei den meisten Indikatoren über dem EU-Durchschnitt, außer in den Bereichen „Economic effects“ und „Exports of knowledge-intensive services“. Gut abgeschnitten hat Österreich speziell in den Bereichen „International scientific co-publications“, „R&D expenditures in the business sector“ und „Innovative SME collaborations“.

Insgesamt belegt Österreich Platz 10 im Ranking und liegt somit über dem EU-Durchschnitt. Das ist zwar eine Verbesserung zum Vorjahr, doch 2009 war man bereits auf Platz 6 vorgestoßen.

Download European Innovation Scoreboard 2016

© Europäische Kommission
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